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7. Tagung des Arbeitskreises für bayerisch-österreichische Namenforschung vom 27. bis 29. September 2012

Für diese Tagung wurde als Rahmenthema Namen in Grenzräumen gewählt. Anmeldeschluss: 31. Januar 2012 . Näheres hier …

Namenforschung in Österreich vor dem Aus?

Onomastik.at – Onomastik ade

Foto: ÖAW / R. Herbst [point of view]

Wenn dieser Tage im Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) und in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) von “Revolution” gesprochen wird, könnte man meinen, dass dies auch der Namenforschung in Österreich in irgendeiner Form zugutekommen könnte. Könnte.
Ein Blick in die Leistungsvereinbarung zwischen dem BMWF und der ÖAW zeigt eher das Gegenteil.

Das Institut für Österreichische Dialekt- und Namenlexika – die einzige Forschungseinrichtung in Österreich, die sich der Namenforschung widmet – wird ab 2013 in das Servicezentrum “Bibliothek, Archiv und Dokumentation” eingegliedert. Wer es nicht glaubt, hier der Wortlaut aus der Leistungsvereinbarung Seite 11:

Organisatorische Zusammenführung „Bibliothek, Archiv und Dokumentation“ (Servicezentrum) inklusive Eingliederung von Teilen des Phonogrammarchivs, des Instituts Dialekt- und Namenlexika und des Österreichischen Biographischen Lexikon (EP: 37 f.)

Was heißt das nun für die Namenforschung in Österreich? Nun, eine Umwandlung (Degradierung) von einer Forschungseinrichtung zu einem Teil eines Servicezentrums heißt wohl das Aus der institutionalisierten Namenforschung. Namenforschung wird dann “nur” mehr von einzelnen ForscherInnen an den Universitäten betrieben. Wieviel Zeit an den Universitäten effektiv hierfür übrigbleibt, ergibt sich aus den Aufgaben an der Universität: Lehre, Verwaltung und Forschung.

Folgende Aussage ist dann wohl als Versprecher anzusehen:

‘Viribus unitis’ – getreu meinem Motto ist es gemeinsam gelungen, nach rund einem halben Jahr intensiver Arbeiten und Verhandlungen einen positiven Abschluss zu erreichen.

Statt Abschluss gehört hier wohl Abschuss her!

Schön, dass im Sinne der Finanzierungssicherheit verhandelt wird, die Namenforschung kommt allerdings unter die Räder.

Christian Chapman

Methoden der Namenforschung

Der Sammelband Methoden der Namenforschung (ABÖN 2010) ist nun im Akademie-Verlag erschienen.

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Namenkunde ist unser Thema

Hier entsteht onomastik.at, die erste österreichische Webseite die sich ausschließlich mit dem Thema Onomastik, auch als Namenkunde oder Namenforschung bekannt, befasst. Der Redaktionsstandort ist Innsbruck, Ziel der Seite ist es jedoch, einen möglichst breiten Querschnitt über alle namenkundlichen Aktivitäten in Österreich zu geben.

Die Seite wird in den kommenden Wochen sukzessive ausgebaut. Für Informationen über Projekte, Veröffentlichungen, Tagungen oder andere Aktivitäten, die sich mit Onomastik im weiteren Sinn befassen, sind wir dankbar.